Zum zweiten Mal hatten Studierende der Internationalen Studiengänge Pflege und Hebammen der Hochschule Bremen (HSB) die Möglichkeit, am Blended Intensive Programme (BIP) der STARS EU-Partnerhochschule Hanze Hogeschool in Groningen/Niederlanden teilzunehmen. Prof. Dr. Babette Müller-Rockstroh (ISHEB) und Prof. Dr. Sabine Lins (ISPF) konnten insgesamt 13 Studierenden teilweise mit ERASMUS-Förderung diese internationale Erfahrung ermöglichen. Neben Deutschland als Partnerhochschule/-land nahmen auch sieben Studierende aus Bosnien-Herzegowina, zehn Studierende aus Albanien, drei Studierende aus Belgien, fünf Studierende aus Norwegen und 22 Studierende aus Indonesien teil. Dieses Jahr fokussierte das BIP auf die Frage: „How can health care professionals contribute to the prevention of non-communicable diseases by targeted eHealth programmes? Übersetzt: Wie können Angehörige der Gesundheitsberufe durch gezielte eHealth-Programme zur Prävention von nicht übertragbaren Krankheiten beitragen?
Innerhalb von zwei Wochen hatten die international gemischten Gruppen die Aufgabe, sich mit der Thematik Global Health und den Präventionsmöglichkeiten der noncommunicable diseases (NCD) auseinander zu setzten, ihre vorgegebene Zielgruppe zu analysieren, die vorhandene Evidenz zu recherchieren und sich eine passende eHealth bzw. digital Health-Intervention für diese Zielgruppe zu überlegen. Die erste Woche wurde dabei online und die zweite Woche in Präsenz in Groningen durchgeführt.
Während der zwei Wochen konnten die Studierenden an Vorträgen und Workshops teilnehmen und wurden von einem Tutor/einer Tutorin begleitet. Prof. Dr. Sabine Lins (ISPF) gab einen methodischen Input durch einen Vortrag mit dem Titel „What is so special about Cochrane Reviews“ (übersetzt: Was ist das Besondere an Cochrane Reviews?) und war Mitglied der Jury, die die Gewinnergruppe auswählte. Die Siegergruppe entwickelte das Konzept einer individualisierten und KI gestützten Buddy-App zur Unterstützung von Studierenden, welche sich in psychisch belastenden Situationen im Studium befinden. Die App begleitet die Studierenden bei der Auswahl und Umsetzung der passenden Maßnahme, wie beispielsweise Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen oder sportlichen Aktivitäten.
Den HSB-Studierenden gefiel vor allem das hohe Niveau der Workshops und Vorträge beim BIP. Auch das Rahmenprogramm in der zweiten Woche war abwechslungsreich. Beim internationalen Abendessen steuerten die HSB-Studierenden beispielsweise Ahoi-Brause und Käse-Weintrauben-Spieße als Vertreter deutscher kulinarischer Genüsse bei. So konnte manche Sprachbarriere überwunden und Freundschaften geknüpft werden.